„Wirtschaftspsychologie“ – Neuer Studiengang an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

von Thorsten Schütz | | in: Studiengänge

„Wirtschaftspsychologie“ ist ein sehr beliebter Studiengang, den man bis vor kurzem in der Region Köln/ Bonn/ Düsseldorf lediglich an privaten Hochschulen studieren konnte. Seit dem Wintersemester 2012/13 bietet nun die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg am Campus Rheinbach einen Bachelor in „Wirtschaftspsychologie“ an.

Wer Wirtschaftspsychologie studieren möchte, hat die Wahl zwischen zwei Universitäten (Lüneburg und Bochum), sieben Fachhochschulen und sieben privaten Hochschulen. An den staatlichen Hochschulen lagen die NC-Werte im vergangenen Wintersemester zwischen 1,2 und 1,9. Einige Hochschulen führen Auswahlverfahren durch, bei denen nicht nur Abschlussnoten eine Rolle spielen, sondern Bewerber sich z.B. auch in Auswahlgesprächen bewähren müssen.

In der Wirtschaftspsychologie werden wissenschaftliche Erkenntnisse der Psychologie genutzt, um wirtschaftliche Fragestellungen zu beantworten. Dabei befasst sich die Wirtschaftspsychologie mit den Beziehungen zwischen ökonomischem Handeln und dem Erleben und Verhalten der beteiligten Personen. Was heißt das nun konkret? Wirtschaftspsychologen untersuchen beispielsweise, nach welchen Gesichtspunkten Kaufentscheidungen getroffen werden, auf welchem Weg Unternehmen die besten Bewerber finden oder welche Faktoren die Zufriedenheit der Mitarbeiter beeinflussen.

Dementsprechend breit gefächert sind die Einsatzgebiete von Wirtschaftspsychologen. Vor allem trifft man sie in der Personalauswahl/ -entwicklung, in der Werbung, im Marketing, in der Marktforschung und in der Unternehmensberatung an.

„Bewerber sollten sich über die Mathematik- und Statistikanteile im Klaren sein“, rät Andreas Ley, der Studienberater für Wirtschaftspsychologie der Hochschule Bonn- Rhein-Sieg. Neben Wirtschaftswissenschaften und Psychologie spielt nämlich die Methodenlehre im Studium eine wichtige Rolle.

Wer Wirtschaftspsychologe werden möchte, kann auch den Weg über ein „normales“ Psychologiestudium gehen, dabei einen Schwerpunkt auf „Wirtschaftspsychologie“ oder „Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie (ABO)“ legen und diesen dann im Master vertiefen. Die wirtschaftswissenschaftlichen Inhalte sind bei dieser Variante allerdings nicht so ausgeprägt. Und auch die NC-Werte für Psychologie liegen im 1,x-Bereich. An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hätte man übrigens zum letzten Wintersemester mit einer Note von 1,9 noch einen der 60 Studienplätze in Wirtschaftspsychologie erhalten – alternativ mit 10 Wartesemestern (und einem Notendurchschnitt von 3,2). 

Weitere Informationen zum Studiengang unter:
http://www.wir.h-brs.de/wirtschaftspsychologie.html

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